Agentur für User-Centered Design
Unter dem Begriff «Usability» versteht man die Benutzerfreundlichkeit eines Produktes: wie einfach ist es zu bedienen?

Testperson im Zeix-Usability-Labor
Der Begriff Usability, wörtlich Benutzbarkeit, lässt sich exakt nur mit «Gebrauchstauglichkeit» ins Deutsche übersetzen; dies ist jedoch recht sperrig, so dass meist auch im Deutschen der englische Begriff verwendet wird.
Es gibt zahlreiche Definitionen. Häufig verwendet wird eine Norm der internationalen Standardisierungsorganisation ISO.
Die Usability eines Produktes ist das Ausmass, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufrieden stellend zu erreichen.
Dieser Ansatz wird auch kurz umschrieben als das «Produkt aus Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit».
Der Nachteil der wissenschaftlichen Genauigkeit der Formulierung ist die Tatsache, dass man vieles eben erst «bestimmen» muss.
Nielsen liefert unter der Überschrift «Usability 101» eine nicht streng wissenschaftliche Definition in Form einer Aufzählung von fünf Komponenten, die jedoch wegen ihrer Eingängigkeit in der Praxis oft Anwendung findet:
Usability is defined by five quality components:
Learnability: How easy is it for users to accomplish basic tasks the first time they encounter the design?
Efficiency: Once users have learned the design, how quickly can they perform tasks?
Memorability: When users return to the design after a period of not using it, how easily can they reestablish proficiency?
Errors: How many errors do users make, how severe are these errors, and how easily can they recover from the errors?
Satisfaction: How pleasant is it to use the design?
In der Praxis zeigt sich, dass zwar ein landläufiges Wissen über Usability inzwischen durchaus vorhanden ist, dass dieses aber oft nur Teilaspekte abdeckt, vor allem den hier als «Learnability» bezeichneten Aspekt, d.h. die Frage: «Ist der User bei der Erstnutzung erfolgreich?»
Verschiedene Autoren wie Shackel legen ebenfalls Wert auf die Feststellung, dass Usability nicht gleichzusetzen ist mit «ease of use», wie es noch in einer frühen Definition von Miller gesehen wurde, sondern dass Wirksamkeit im Sinne einer Effektivität aus Sicht des Users (engl. «efficacy») als wichtiger Aspekt dazugehört.
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